Firmengeschichte

    MVVS wurde im Oktober 1953 gegründet; es handelte sich um ein staatliches Forschungsinstitut (Modellbauzentrum für Entwicklung und Forschung). An diesem Ereignis nahm auch Zdenek Husicka teil (Bild rechts – sitzend in der Mitte), seinerzeit berühmt durch seine bahnbrechenden Leistungen und Weltrekorde im Fesselflug und bis heute in Erinnerung als Pionier und Nestor des tschechischen Modellbaus.

Dílna v dobe zalození Výzkumné a vývojové støedisko - uprostøed zakladatel Zdenek Husièka

    Gleich zu Beginn gelang es, ein hochkompetentes Team an MVVS zu binden und so konnten schon im Jahre 1954 die ersten internationalen Erfolge mit MVVS-Motoren erzielt werden. 1955 – bei Weltmeisterschaft in Paris - gewann der MVVS–Techniker J.Sladký den ersten Rang im Fesselflug. Das war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, in deren Folge eine ganze Reihe von internationalen und WM-WM-Titeln in den Fesselflugklassen Geschwindigkeit- und Kunstflug mit den MVVS-Motoren gewonnen wurden. In dieser Zeit wurden vor allem Motoren mit Hubraum 1,5 bis 10 ccm hergestellt, von denen manche schon zur Legende geworden sind: MVVS 2,5 R (2x WM-Titel) a MVVS 5,6 A (3x WM-Titel). Im Jahre 1971 wurde MVVS in den Staatsbetrieb Modela in Prag eingegliedert. (Der hinter der Abkürzung MVVS stehende Name wurde im Zusammenhang mit diesem Schritt auch verändert – von da an hieß es Modellbauzentrum für Herstellung und Entwicklung). Die Produktionsmöglichkeiten waren auch in den 80. Jahren sehr beschränkt. Die sportlichen Erfolge der MVVS – Motoren konnten jedoch fortgesetzt werden und den Hauptverdienst daran haben Gebrüder Malina mit ihren grandiosen Leistungen in der Klasse F3D (Pylonwettbewerb), unter anderem mit einem WM-Titel. Die Produktionspalette wurde um weitere Verbrennungsmotoren (Glühzünder und einige Selbstzünder) für die breitere Masse der Hobbyflieger ergänzt. Es kamen Motoren mit Hubraum 1,5; 2,5; 3,5; 6,5 ccm und seit 1988 auch 10 ccm hinzu.

MVVS 2,5 G: Im Jahre 1955 MVVS 5,6

     Im Jahre 1991 wurde die Firma MVVS als GmbH privatisiert. Die Absatzzahlen in die Hauptmärkte Deutschland und USA entwickelten sich erfreulich; trotzdem ging ungefähr die Hälfte der Produktion weiterhin an die große Gemeinde der tschechischen Modellflieger. In den 90. Jahren sind weitere Motoren hinzugekommen, mit Hubräumen von 4,2 ccm (combat), 4,6; 7,5; 8,0; 12,7 und 15 ccm. Auch großvolumige Metanol-Motoren mit 20 und 25 ccm wurden vorgestellt, blieben jedoch nur ganz kurz im Programm. Erfolgreicher waren der erste Zweizylinder mit 23,5 ccm und die ersten Benzinmotoren mit 35 und 26 ccm. Doch mangelnde Investitionsbereitschaft der damaligen Eigentümer führte zur Qualitätsminderung und Absatzschwierigkeiten. Im Jahre 2001 wurde die Firma verkauft.

2,5 team racing 1955

     Mit dem neuen Besitzer kam auch ein neues Team, dessen oberstes Ziel feststand: Es galt, den traditionsreichen Namen im neuen Glanz erstrahlen zu lassen. Es wurde in neue Technologien wie beispielsweise CNC-Maschinen investiert und eine Entwicklungsabteilung gegründet. Alle Anfang 2001 in der Produktion befindlichen Motoren wurden modernisiert und deren Fertigung der neuen Technologie angepasst. Dank der neuen CNC-Maschinen konnte wieder sehr viele Einzelteile selbst gefertigt werden und man war nicht auf Zulieferer angewiesen. , Ein ganz neuer Benziner kam hinzu, der in seiner Hubraumklasse von 58 ccm ziemlich konkurrenzlos dasteht und der den Beginn einer neuen Motorenreihe bei MVVS darstellt.

 

MVVS, spol.sr.o, Trida Kpt. Jarose 35, 602 00, Brno, Czech Republic, Tel.:+ 420 545 211 683, Fax.:+ 420 545 211 418